Problem: Kondenswasser in elektrischen Anlagen
Bei Gehäusen mit hoher Schutzart und damit hoher Dichtigkeit der Kapselung, tritt bei Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außentemperatur Kondenswasserbildung im Inneren auf. Aber nicht nur durch thermische Einflüsse von außen treten Temperaturschwankungen auf, die Innentemperatur kann sich auch durch die Verlustleistung der installierten Geräte erhöhen. Die wärmere Innenluft reichert sich naturgemäß mit Feuchtigkeit von außen an, da das Gehäuse nicht ganz gasdicht ist.
Wenn nun das Gehäuse z.B. durch Ausschalten der Anlage abkühlt, gibt die Luft im Inneren die Feuchtigkeit wieder ab und lagert sich als Kondenswasserfilm an den kühlen Gehäusewänden ab. Allmählich bilden sich kleine Tröpfchen, die dann zum niedrigsten Punkt des Gehäuses fließen.
Weniger relevant ist das Problem der Kondenswasserbildung bei der normalen Installation in Räumen. Als Ausnahme sind auch hier die Bedingungen zu nennen, bei denen hohe Luftfeuchtigkeit und große Temperaturschwankungen auftreten, wie z.B. Großküchen, Wäschereien, Autowaschanlagen usw.
Besondere Vorsicht ist bei Installationen von ungeschützten elektrischen Anlagen im Freien geboten. Hier ist die Gefahr der Kondenswasserbildung durch den Wechsel von Tag und Nacht, starker Sonneneinstrahlung und kühler Witterung und dem damit verbundenen Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenluft besonders groß.
Maßnahmen gegen Kondenswasserbildung
Maßnahmen gegen Kondenswasserbildung
Wahl des Montageortes
Ein erster Aspekt ist die Wahl des Montageortes. Hier kann schon im Vorfeld versucht werden, große Temperaturunterschiede zu vermeiden.
Technische Maßnahmen
In jedem Wandgehäuse von ABL SURSUM befindet sich eine vorgegebene Durchbruchmöglichkeit an der tiefsten Stelle. Angesammeltes Kondenswasser kann hier nach dem Durchstechen abfließen.
Druckausgleichsmembran M 12 x 1,5
Die beste Lösung ist jedoch der Einbau einer Druckausgleichsmembran.
Diese hat einen Luftdurchlass bis 120 Liter pro Stunde
bei einer Druckdifferenz von 70 mbar. Sie ermöglicht selbst hohe
Schutzarten wie IP67 und ist für Wandstärken bis 4 mm montierbar.
IP-Schutzarten nach EN 60529
Je nach Einsatzzweck und Belastung erfordern Schaltgeräte- und Steckdosen-Kombinationen die geeignete Schutzart. Diese wird durch IP und eine nachfolgende Zahl gekennzeichnet. Die erste Kennziffer bezeichnet den Schutzgrad gegen das Eindringen von Fremdkörpern, die 2. Kennziffer den Schutzgrad gegen das Eindringen von Wasser.
So müssen z.B. elektrische Betriebsmittel, die ungeschützt im Freien verwendet werden, mindestens IPX3 aufweisen.
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